Die Lust am Jagen – das ist wohl einer der am stärksten verwurzelten Grundtriebe des Menschen. Heute jagen wir jeden Tag nach besonderen Augenblicken, nach einzigartigen Erlebnissen, nach guten Schnäppchen und vielleicht auch nach dem perfekten Stück Fleisch. Ursprünglich war dieser Trieb aber unser Überlebensgarant und hat auch dazu beigetragen, dass wir heute alle Menschen sind. Nicht bei allen hat sich dieser Trieb gänzlich abgewandelt und so gibt es heute noch einige Jäger, die selbst raus in die Wälder gehen und sich ihren Braten selbst erlegen.

Was macht der Jäger?

Natürliche auslese

Ein glückliches Leben wünschen wir uns alle. Auch für unser Fleisch wünschen wir uns immer, dass es ihm vor der Schlachtung gut ging. Wild ist vielleicht das einzige Lebensmittel, bei dem das wirklich der Fall ist. In der Wildnis geboren, immer frei gelebt und niemals eingezäunt oder gefangen gewesen – so stellen wir uns ein glückliches Tier in freier Wildbahn vor. Und genau so ergeht es unserem Wild! Ohne Fütterungen, Medikamente oder andere Einflüsse des Menschen gedeiht das heimische Wild in unseren Wäldern und auf unseren Feldern. Viel Bewegung, natürliche Nahrung und der Rhythmus der Natur lassen es langsam wachsen. Bereits eine natürliche Auslese sorgt dafür, dass der Wildbestand gesund und kräftig ist. Ein lauter Knall und schon ist es vorbei – die meisten Tiere hören den Schuss, der ihrem schönen und glücklichen Leben ein schnelles Ende setzt, nicht mal mehr, weil die Kugel mit überschall Geschwindigkeit ihr Ziel erreicht. Genau so stellen wir uns einen schonenden Umgang und eine stressfreie Fleischbeschaffung vor! 

Ein hochwertiges Lebensmittel

Wild ist etwas besonderes, früher gab es eigentlich nur zu Weihnachten und an Feiertagen Wild. Die meisten Menschen kennen es als klassischen Braten, so wie Großmutter es am besten konnte. Das tut dem hochwertigen Lebensmittel aber Unrecht, denn es ist ein absolut universelles und rundum großartiges Lebens- und Genussmittel. Wildfleisch lässt sich nicht einfach irgendwo einordnen oder mit irgendetwas anderem vergleichen. Wenn man es umschreiben müsste, würde man vielleicht sagen es ist saftig und mager, zart und aromatisch, besonders und herb. Wirklich verstehen kann man das aber erst, wenn man einen gutes und gereiftes Stück Wildfleisch auf dem Teller hat und es selbst probieren kann.